Kanada
1. August - 14. September 2011

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Thomas und Tabitha

14. September - Calgary

Unser Kanadaaufenthalt neigt sich dem Ende, und da wir leider doch nicht alle bekannten Wildtiere Kanadas gesehen haben, schließen wir diese
Lücke mit einem Besuch im Zoo. Calgary ist nicht DIE Touristenstadt und so hat alle sehenswerten Sehenwürdigkeiten rasch durch und hat dann
noch genug Zeit um einfach nur durch Downtown zu schlendern oder in einem Einkaufscenter ausgiebig zu shoppen - hätten wir nur Geld und
Platz im Rucksack, so blieb es leider beim Schaufensterbummeln!

Nach den letzten Einheiten Spanisch freuen wir uns nun auf Peru, wobei es dort laut Wetterbericht scheinbar auch nicht wärmer wird (max 17°)
Von wegen wir reisen dem Sommer hinterher, wir verlassen den beginnenden Herbst und fahren in den leider zu kalten Frühling.

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10. September - Banff Nationalpark

Endlich war es wieder etwas wärmer und wir genossen die lauen Sommerabende (um 10° - 15°). Auch die Nachttemperaturen im Zelt waren dement-
sprechend angenehm warm (5° - 10°). Ja selbst Tabitha ist mit diesen Temperaturen schon zu frieden, wenn sie an die vorherigen Nächte denkt.

Lake Louise kann man recht rasch erzählen: 1 Lebensmittelgeschäft, 1 Outdoor Equipment Shop, 1 Post, 2 Cafes, 1 Infocenter. Am See selbst ist es
wunderschön (siehe Foto - is eh nur ein Seefoto da). Aber alles in allem sehr teuer und touristisch.

Banff ist da anders, es ist man kann schon sagen, eine Stadt. Gebaut ist es irgendwie im Stil "amerikanisches Kitzbühl" aber trotz des Touristenstyle
ist es eine sehr nette Stadt. Die Landschaft rundherum ist nicht mehr nur dichtester Nadelwald, sondern auch Wiesen und offene Mischwälder. Und auch
der Campingplatz war, was die Aussicht betrifft, einer der bisher schönsten. Machen kann man hier wirklich alles was das Herz begehrt: Wandern,
radfahren, kajaken, biken,... und im Winter natürlich sämtliche Wintersportarten - tja das wär mal eine Überlegung wert ob es hier nicht ein günstiges
Haus zu kaufen gäbe ;-)

Nach den vielen Wanderungen in den letzten Tagen, haben wir unseren Nationalpark-Ausklang in der (leider sehr kleinen) Therme genossen.

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5. September - Jasper Nationalpark

Die Landschaft hier ist, wie man es aus kanadischen Bildbänden kennt. Voll mit Nadelwäldern, durchzogen mit blauen Flüssen, türkisen Seen,
schroffen Bergen und weißen Gletschern - also allem was das Wanderherz begehrt. Ja es bietet so gar noch mehr! Wie Nächte mit Minusgraden,
in dem man den Schlafsack nicht weit genug zuziehen kann, eisigen Wind der jede noch so kleine Ritze in der Kleidung nützt und jede Menge
Bärenwarnungen, sodass manche Wanderungen gesetzlich nur ab vier Personen erlaubt sind.

Einige der eisigen Abende und auch so manchen Tag verbrachten wir mit Maury, der selbst mit dem feuchtestens Holz Feuer machen konnte, ohne
welches wir bestimmt jeden Abend erfroren wären.

Trotz der Kälte (und der darausfolgenden Erkältung) ist dieses Lande jede Minute wert! Wir erklommen im Schneegestöber den Gipfel der Bald Hills,
genossen den Ausblick über die Sulphur Skyline, wanderten über den Wilcox Pass, aber das Highlight war eine geführte Wanderung über den
Athabascar Gletscher die einfach nur genial war!

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30. August - Fahrt von Juneau nach Jasper

Die letzten Tage waren eher unaktiv, gesehen haben wir trotzdem viel. Die Fahrt startete mit einer 27-Stunden Fahrt auf der Fähre, und danach
zwei Tage mit dem Zug von der Küste durch die Wälder Kanadas vorbei an türkisen Seen und breiten Flüssen bis nach Jasper. Abgesehen von
wunderschönen Aussichten hat man Zeit zu Lesen, Tagebuch zu schreiben und vorallem und neue Bekanntschaften zu schließen.

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24. August - Juneau (Alaska)

Uns hat es für ein paar Tage wieder in die USA verschlagen, genau genommen nach Alaska. Seit unserer Ankunft hier in Juneau regnet es pausenlos!
Juneau ist übrigens mit 31.000 Einwohnern die Hauptstadt von Alaska, allerdings nur mit Boot oder Flugzeug erreichbar. Es gibt zwar genügend Autos
die kommen aber von den 68 km verbauten Straßen hier nicht weg.

Auf unsere Bemerkungen über das Wetter den Einheimischen gegenüber hören wir immer nur: "Wir sind ja auch im Regenwald." Also finden wir uns
damit ab und machen das Beste daraus: Sightseeing, Wandern und Kajaken. Im Kajak war es wirklich (verzeiht den Ausdruck) Ar...kalt! Trotzdem ist
es ein gewaltiges Erlebnis mit dem Kajak zwischen den Eisbergen dem Gletscher entgegen zu gleiten.

Alles hier ist wirklich beeindruckend, vom Gletscher angefangen, über den durch und durch grünen Regenwald und die Menge an Tiere die man hier
beobachten kann: Lachse beim Laichen, ein Stachelschwein im Baum, einen jungen Bären beim Lach fressen,... Tja - die schönsten Fotos seht ihr
erst wenn wir wieder daheim sind. ;-)

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19. August - Prince Rupert

Prince Rupert ist ein netter, kleiner Ort. Der Nachteil von nett und klein ist, dass man schnell mal alles gesehen hat. Also machten wir einen kleinen
Wanderausflug und eine Whale Watching Tour. Fad war uns davor und danach aber trotzdem. Das einzige Highlight war die Ankunft eines riesigen
Kreuzfahrtschiffes, worauf hunderte - wenn nicht tausende Touristen den Ort stürmten. Einige Stunden später war der ganze Zauber wieder vorbei,
Prince Ruper schlief wieder ein und wir genossen die Ruhe und das Nixtun (böse Zungen behaupten uns war todlangweilig).

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13. August - Juan de Fuca Trail

Kurzentschlossen machten wir uns auf, den Juan de Fuca Trail zu begehen. Der Trail fällt in die Kategorie "wilderness trail" und wir versuchten uns so
gut als möglich darauf einzustellen, also mit Schlamm, unebenen Wegen, Bachüberquerungen, und ein Auf und Ab des Weges zu rechnen.

Am ersten Tag starteten wir, nach dem wir per Autostopp angekommen waren, mutig darauf los, und bald wussten wir, was mit "wilderness trail" gemeint
war. Im Wald war keine Ebene strecke zu sehen nur ein bergauf- und ein bergab. Lange umgefallene Bäume dienten als Brücken über Flüsse oder auch
als Stufen. Bald schon stellten wir fest, dass es wohl mühsamer wird als geplant. Nach 4,5 Stunden hatten wir die heutigen 11 km geschafft und ein
herrlicher Campground direkt am Meer erwartete uns!

Am zweiten Tag waren ebenfalls nur 12 km geplant. Die Bemerkung "most difficult" liesen wir beim Start in den Tag mal außen vor, was uns aber schon
nach nur 100 m wieder schmerzlich einfiel. Es ging steil bergauf und dann steil bergab und dann steil bergauf und dann steil berab (dass könnt ich nun
noch X-Mal für den Rest des Tages fortsetzen). Ein Großteil des Weges führte durch den Wald, und wie für einen Regenwald üblich waren unglaublich viele
Schlammstellen, die nur mit Mühe zu überqueren waren. Wir wollten ja nicht den ganzen Dreck in den Schuhen haben. Und dazwischen immer wieder die
hohen "Stufen", die mir teilweise bis zu den Oberschenken reichten, und da mit 20 kg am Rücken rauf und runter zu kommen war schon extrem mühsam.
Als wir die "nur" 12 km nach 5,5 Stunden geschafft hatten, wurden wir mit einem wunderschönen Strand-Campground belohnt. Während die Sonne
hinter dem Horizont verschwand und der Mond aufging, entfachten wir ein wärmendes Feuer und genossen unsern köstlich schmeckenden
Cous-cous. Wie auch schon am Vortag verstauten wir unser Essen und alle Toilettsachen (also Zahnpasta und Zahnbürste) vorschriftsmäßig im
Bärcontainer. Immerhin ist die Population an Schwarzbären und Pumas hier auf Vancouver Island weltweit am höchsten. Zum Glück haben wir uns aber
inzwischen an die nicht sichtbare Anwesenheit gewöhnt und schliefen wundervoll, während wir das Meer rauschen und die Möwen kreischen hörten.

Wir wussten, dass Tag drei der anstrengenste werden würde. Immerhin standen 19 km mit (ich wiederhole) ungefähr 20 kg am Rücken bevor und die
Hälfte der Strecke stand unter dem Motto "difficult" und die andere Hälte unter "moderat". Als wir ächtzen endlich "moderat" erreichten müssen wir mal
sagen, was die unter moderat verstehen, können wir nicht nachvollziehen. Es gab trotzdem kaum ein ebenes Stück, ständig rauf und runter, nur
das sich diese rauf und runter öfters abwechselten. Was uns aber richtig zu schaffen machte, war das ständige hohe Steigen mal hoch und mal
hinunter und dazwischen immer die Balanceakte durch die Schlammlöcher. Nach 9 Stunden wandern (fluchen und selbstbemitleiden) erreichten wir
endlich den Wald-Campingplatz. Wasser wurde, wie auch schon in den Vortagen, aus einem Fluss geholt und mittels Chemie trinkbar gemacht.
Der Rucksack war auch ohne Wasser für 4 Tage schwer genug. Bei diesem Campingplatz durften wir leider kein Feuer machen, weshalb wir
bereits um 9 Uhr vor der Kälte ins Zelt flohen.

Der letzte Tag machte von Anfang an Spaß, da wir wußten, wir hatten die schwierigsten Stellen hinter und nur mehr 7 km vor uns. Die hatten
es zwar auch noch in sich, aber das nahe Ende überstrahlte die schwierigen Wanderpassagen. Bereits nach 3 Stunden erreichten wir das Trailende.
Die 47 km waren geschafft! Im Nachhinein wissen wir auch, dass wir bei Weiten nicht die langsamsten waren, sondern unser Tempo guter
Durchschnitt war - was uns für unsere weiteren Unternehmungen aufatmen lässt.

"Heim" nach Victoria zu unserem Couchsurfing-Host ging es wieder per Autostopp. Hier sei ein großes Lob den Kanadiern ausgesprochen, man
wartet kaum länger als 5-10 min bis man mitgenommen wird! Und alle sind superfreundlich. Wir hatten dann auch noch das Glück jemanden zu
erwischen, der ebenfalls nach Vicoria Downtown musste (2 Stunden Fahrtzeit).

Hier auch nochmals vielen Dank an Vladimir bei dem wir nicht nur mehrere Nächt verbringen durften, sondern auch unsere Sachen deponiert hatten,
und bei dem wir endlich wieder eine warme Dusche bekamen!

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8. August - Victoria

Hier in Victoria probierten wir das erste Mal Couchsurfing und V. war so nett uns aufzunehmen. Es ist eine wundervolle Erfahrung von
Fremden so freundich aufgenommen zu werden. Zudem sieht man Ecken in einer Stadt, die wir wohl ansonsten nie gesehen hätten und man
lernt viel mehr Leute kennen. Wir finden der Ausdruck Lebenskünstler beschreibt V. wohl am Besten.

Generell sind die "Victorianer" überaus freundliches und zuvorkommend, da bekommt man als Europäer fast Schuldgefühle. In einem persischen
Teehaus wurde doch tatsächlich "Strudel" angeboten, und als wir erklärten, dass Strudel was typisch österreichisches ist, hat er uns eine
Kostprobe gebracht - was dann fast Heimweh verursachte, da der Strudel wirklich wie aus Österreich schmeckte. Nachdem er uns dann auch
noch eine persische Spezialität zum Kosten gab - die auch ausgesprochen gut war - durften wir nicht mal unseren Tee bezahlten - von den
Kostproben ganz zu schweigen. - Das ist Victoria!


Tabitha - Thomas - V.
Kind von nem anderen Marktstandbesitzer - Schulfreund: J. - Victors Sohn: S.

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4. August - Vancouver

Leider mussten wir feststellen, dass Kanada um einiges teuerer ist als die USA, trotzdem genossen wir Vancouver in vollen Zügen.

Im Aquarium sahen wir zum ersten Mal Belugawale, wirklich sehr eindrucksvoll, mäjestätisch und strahlend weiß! Wie ihr am Foto seht
konnten wir auch einer rasanten Delphinshow beiwohnen.

Im riesigen Standley Park konnten wir Klara und Kumpel gerade noch vorm Marterpfahl bewahren (ja sie sind am Foto - genau schauen).
Das Hobbycricket-Spiel im Park konnten wir auch nach langer Beobachtung nicht durchblicken, dieser Sport wird uns wohl immer ein
Rästel bleiben. Dafür war Tabitha endlich wieder mal joggen, und wer kann von sich schon behaupten (Kanadier ausgenommen), dass
er/sie in Vancouver laufen war.

Das spannenste war allerdings eine 150 Meter lange Hängebrücke, 80 m über dem Canyon die wirklich ordentlich wackelte, und der
darauf folgende Cliffwalk, der auch ohne wackeln das Adrenalin steigern ließ.

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