Schweden
8. August - 24. August 2013

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Thomas und Tabitha

 

9.-13. August - Fjällräven Classic

Ausgangspunkt der 110km-Wanderung war Nikkaluokta - sollte diesen Ort jemand unverständlicherweise nicht kennen. Dieser Ort mit geschätzten 10 Einwohnern liegt in Lappland in Norden Schwedens im Abisko Nationalpark.

Dies ist eine organisierten Wanderung, bei der jeder Teilnehmer alles selbst zu tragen hat, was er oder sie in freier Natur benötigt, verpflichtend dabei: Zelt, Schlafsack, Kocher, Daunenjacke, Haube, Handschuhe, Erste-Hilfe-Paket... Dabei sollte der Rucksack so leicht wie möglich sein, immerhin liegen 110 km vor einem. Thomas Rucksack hatte gewogene 19 kg - ja also nicht ganz so leicht, da war meiner mit 17 kg ja ein Fliegengewicht ;-)

Unsere geplante Wanderdauer waren 5 Tage, sprich 4 Nächte in Schwedens unberührter Natur.

Tag 1: 19 km bis zur Kebnekaise
Abmarsch: 13h / Ankunft 19h
(Beginn der Schmerzen bei km 18)

Tag 2: 27,5 km bis nach Sälka
Abmarsch: 9h / Ankunft 19:16h
(Beginn der Fußschmerzen bei km 14 - Mittagspause bei km 15 - danach schmerzfrei bis km 22)

Tag 3: 26,5 km bis Alesjaure
Abmarsch: 9h / Ankunft 18:45h
(Angst vor Fußschmerzen ab km 8 - Beginn der Fußschmerzen bei km 13 - Mittagspause bei km 14 - danach schmerzfrei bis km 20 - unerträgliche Schmerzen ab km 24)

Tag 4: geplant: 18 km / Ist: 35 km
Abmarsch 9h / Ankunft geplant: 16h / Ankunft Ist 21:26)

Früh morgens waren wir noch guten Mutes, da heute nur 18 km am Plan standen. Um 15h waren wir dann tatsächlich schon am Eingang in den Nationalpark und der angepeilte Campingplatz lag nur noch 2 gemütliche km entfernt (als Nebeninfo: bis jetzt konnten wir immer überall Campen, aber da wir ab jetzt im Herz des Nationalparkes waren, war dies nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt). Tatsächlich standen wir kurze Zeit später auf einem Campingplatz, als uns dort erklärt wurde, dass wir ca 60 Euro zu zahlen hätten, aber wenn wir noch 5 weitere km gehen würden, dann wäre ein gratiscampingplatz. Der Status der Schmerzen war bereits wieder auf unerträglich, vorallem weil wir ja dachten, wir sein schon da...

Nach fünf Kilometern - kein Campingplatz. Als uns dann ein Einheimischer gegnete, erklärte uns dieser, der Campingplatz wäre 5 km vor dem Ziel und da wurde mir schmerzend bewußt, dass wir noch einige Stunden wanderung vor uns hatten. Wir einigten uns darauf 45 min zu gehen und 15 min zu pausieren - ich konnte dies nicht einhalten, alle 30 min musste ich 5 min rasten, nur damit die Schmerzen etwas nachlassen. Meine physische und psychische Grenze war längstens überschritten, aber das Gefühl als wir ins Ziel einmarschierten - also einhumpelten lies uns alle Schmerzen vergessen. Wanderer welche die Strecke bereits gemeistert hatten jubelten und klatschten uns ins Ziel!

Tags darauf sahen wir dutzende humpelnde Menschen, welche beide Beide einbandagiert hatten - da ging es uns ja bedeutend bessern, nach einer Nacht rast konnten wir doch tatsächlich beide wieder normal gehen!! Und schon begannen die Gedanken zu kreisen, wann wir den wieder kommen werden.

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geschlafen und gerastet wurde einerseits in der Gruppe andererseits wo das Herz begeherte:

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14. - 19. August - Roadtrip

Danach galt es die Beine zu schonen und so fuhren wir binnen relaxter 6 Tage mit dem Mietauto vom Norden bis nach Stockholm (noch nicht ganz Süden) in Schwedens.

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20. - 23. August - Stockholm

Bevor es zum Stadtbummel ging, verbrachten wir einen Tag in einer kleinen Gruppe in der vorgelagerten Inselwelt, den Schären, mit den Kajaks

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danach spazierten wir durch die Gassen Stockholms und tranken "lebensverändernde" heiße Schokolade (Aussage unseres Walking Guides), bestaunten das Vasa Museum. (Vasa war ein König, der ein Kriegschiff bauen lies, dass ca 300 m fuhr bevor es sank, da die Statik falsch berechnet war. Und im Brackwasser blieb das Wrack erhalten, welches nur im Museum zu bestaunen ist)

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